5 Schritte aus der Erschöpfung

5 Schritte aus der Erschöpfung

Schritt 1 :

Be Unperfect - oder: einen Scheiß muss ich!

Du sollst als Mutter Deine Kinder optimal versorgen, für sie da sein, liebevoll, tolerant und verständnisvoll sein, ihnen dabei gleichzeitig Werte und Strukturen vermitteln, dabei locker und unverkrampft sein und auch im Berufsleben Deine Frau stehen - attraktiv, natürlich und tiptop Germanys Next Topmodel- mäßig gestylt und immer korrekt ernährt (schaffen andere doch auch). Musst Du? Nein! Musst Du nicht!

Du darfst Dich in solchen Gedankenschleifen zunächst einmal fragen, welcher Anteil spricht da gerade in mir und warum vergleicht dieser sich so sehr mit anderen Müttern? 

Hinterfrage Deine Maßstäbe: Nimm Dir etwas Zeit, einen Zettel und Stift und notiere Dir folgendes ganz konkret:

  • Womit bist Du zufrieden?
  • Womit unzufrieden?
  • Woran mache ich fest, ob etwas gut oder schlecht gelaufen ist?
  • Welchen Idealbildern folge ich in meinen Bewertungen?
  • Woher kommt diese auf die Dinge? Habe ich Überzeugungen von meiner Mutter übernommen, die gar nicht wirklich meine sind?
  • Ist die Messlatte überhaupt noch aktuell oder eifere ich damit Ansprüchen aus längst vergangenen Zeiten nach?
  • Was würde schlimmstenfalls passieren, wenn ich mich weniger unter Druck setze?
  • Wie realistisch sind die Konsequenzen?
  • Was könnte der erste kleine Schritt sein, mich weniger anzutreiben und meine Erfolge zu genießen? Schreibe Deine Gedanken am Besten alle auf, das hat den Vorteil, das sie aus dem Kopf sind und Du einen besseren Überblick über das Gedankenchaos bekommst.

 

Schritt 2 aus der Erschöpfung

Lass locker und verbessere damit Dein Leben!

Wenn Du hohe Erwartungen an Dich stellst, tust Du das in der Regel auch Deinen Mitmenschen gegenüber. Wir legen die Messlatte von perfekt auch an andere an. Jetzt muss sich jemand, der es uns recht machen will, ganz schön ins Zeug legen, oder? Wenn Du aber anderen nicht das Gefühl gibst, gut genug zu sein oder schnell genug, dann verbreitest Du  Ärger, Hektik und Angst. Nun wollen wir doch für unsere Leistungsbereitschaft geliebt werden, stülpen aber anderen dieses Wertesystem über und machen uns auch noch unbeliebt - ein fataler Kreislauf beginnt. Es ist also Zeit, sich zu entperfektionieren!

Los geht es: Schreibe wieder alles auf, um eine Übersicht zu gewinnen und Dein Gehirn zu entlasten:

  • Wo habe ich bereits Abstriche gemacht und bin mit 80% meiner Leistung zufrieden?
  • Welche Erwartungen anderer erfülle ich nicht mehr oder nur noch teilweise?-
  • Welchen meiner eigenen Ansprüche an mich selbst kann ich gut loslassen, welche jedenfalls teilweise?-
  • In welchen Bereichen kann ich toleranter mit dem Unperfektionismus anderer umgehen und liebevoller reagieren? Sicher bemerkst Du schon, das Du langsam einen Überblick gewinnst. Cool, oder?

 

Schritt 3 aus der Erschöpfung

Stoppe Deine Schuldgefühle!

"Liebe Frau Neumann, bitte sorgen Sie dafür, das ihr Sohn regelmäßig die Hausaufgaben macht. In letzter Zeit sehen wir häufig unerledigte Aufgaben vorliegen.." Ein Eintrag in das Schulheft meines Sohnes macht es klar: ich bin Schuld.. oder doch nicht? Kennst Du so eine Stimme auch? Mit diesen Sätzen kann mich meine "innere Kritikerin" so richtig in die Pfanne hauen.

Schuldgefühle sind nach Marshall Rosenberg, der Begründer der Gewaltfreien Kommunikation, ein Pseudogefühl, das bedeutet, das es ein  echtes Gefühl der Schuld eigentlich gar nicht gibt.

Eher empfinden wir Scham über etwas Misslungenes und unser Wertesystem "denkt "sich schuldig. Schuld ist also ein mentales Konzept, kein Gefühl. Das echte Gefühl, das ich hinter Schuld empfinde, geht Richtung Bedauern und Traurigkeit. Denn, ich wäre gerne eine bessere Mutter gewesen und hätte meinen Sohn gerne mehr bei den Hausaufgaben unterstützt und will natürlich im Außen besser dastehen. Doch, wer gibt die Hausaufgaben auf und wer trägt dafür Sorge, das sie gemacht werden? Der Lehrer und mein Sohn. Ich nicht.

Wichtig ist es, dem ersten Impuls von Schuldgefühlen nicht gleich nachzugeben, sondern anzufangen sich zu fragen, was steckt wirklich dahinter? Welches Gefühl und welches Bedürfnis sind hier gerade verletzt? Sicher sind solche Gedanken am Anfang eher anstrengend, doch es lohnt sich! Unsere Kinder sollen selbstbewusster Selbstbestimmt sein, da dürfen sie anfangen, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Und wir einen Schritt zurück in die Reflektion gehen. Es geht nie darum, wer Schuld ist sondern eher darum, wer übernimmt die Verantwortung und wer schiebt sie von sich fort. Eigenverantwortung ist der wichtigste Schritt in ein stressfreies Leben. Frage Dich:

  • Wo übernimmst Du schon die volle Eigenverantwortung?
  • Wo kann es noch verbessert werden? 
  • Wo nimmst Du deinen Kindern oder Partner noch zuviel ab?

 

"Tue nichts für ein Kind was es nicht auch selbst tun kann"

Maria Montessori

 

Schritt 4 aus der Erschöpfung

Stoppe die Einflüsse von aussen!

Mache Dir bewusst, das wir uns alle gegenseitig beeinflussen. Manches ist positiv und manches negativ. Tust Du Dinge, weil Du sie selbst für richtig hältst oder folgst Du der Meinung anderer? Tut es euch wirklich gut, den Maßstäben anderer zu entsprechen? Hörst Du noch auf dein Bauchgefühl oder ist es wichtiger, was Frau Meyer von dem Essverhalten am Tisch Deinens Sohnes denkt? Für wen lebst Du? Für die anderen oder für Deine Familie?

Stelle Dir folgende Fragen:

  • Was ist mir in Bezug auf meine Familie wirklich wichtig?
  • Welche Werte möchtest  Du vermitteln?
  • Welches Selbstbild sollen Deine Kinder für sich haben?
  • Was ist euer Sinn von Familie? Du siehst schon, langsam kommt Klarheit in das Gewusel und Du kannst Dich besser entspannen, da die Gedanken auf dem Papier übersichtlicher zu bearbeiten sind.

Schritt 5 aus der Erschöpfung

Gehe offline !

Durch die absolute Informationsflut, die uns täglich erreicht, ensteht neuer Stress. Ständige Erreichbarkeit, schnelles reagieren auf Whatsapp,Facebook & Co kosten Zeit und Nerven.

  1. Mach Dir bewusst: jede Mail, jede Message ist immer die Priorität eines andere Menschen. Du entscheidest, ob Du reagierst.
  2.  Entkoppel Dich: spüre jeden morgen vor dem aufstehen, wie es Dir geht.
  3.  Mach Dir einen Plan: notiere Deine 3 wichtigsten Aufgaben für den Tag.
  4. Plane Deine Zeit: mein Geheimnis heißt "Block Time". Für wichtige Projekte nehme ich mir circa 2 Stunden täglich Zeit. Keine Ablenkung in der Zeit, kein Handy, kein Telefon, keine Wäsche, kein Katzenklo, kein Abwasch! So schaffe ich 80% mehr als durch dauernde Unterbrechungen.
  5. Bleib dran! Nur so kannst Du Dich selbst und Deine Projekte ernst nehmen. Dir darf es gut gehen, Du bist der wichtigste Mensch auf dieser Welt.Wenn es Dir gut geht, geht es auch deiner Familie gut. 
  6. Viel Spaß beim umsetzen!

 

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